| |
FDP-Regionalfraktion
will S-Bahn-Verlängerung geprüft haben
Stuttgart 21 bietet die einmalige Chance die ÖPNV-Anbindung Göppingens zu verbessern
Wie sich die Verkehrsanbindung des Kreises Göppingen durch eine Umsetzung des Projektes Stuttgart 21 verbessern lassen würde, will die FDP-Regionalfraktion in Abstimmung mit dem FDP-Kreisverband Göppingen vom Verband Region Stuttgart wissen. In einem jetzt dazu eingebrachten Antrag heißt es: „Insbesondere ist dabei zu klären, ob eine Verlängerung der S-Bahn bis in den Kreis Göppingen möglich wäre, wenn eine endgültige Entscheidung pro Neubaustrecke gefallen ist.“ Der Göppinger FDP-Kreisvorsitzende Tobias Hösch begrüßt die regionale Initiative: "Eine Verlängerung der S-Bahn wäre ein wichtiger Schritt, den Landkreis Göppingen endlich aus dem Verkehrsschatten herauszuführen."
Auch wenn sich der Beschluss Stuttgart 21 zu verwirklichen nochmals verzögert hat, macht es aus Sicht der FDP-Regionalfraktion Sinn, das Thema weiter voranzutreiben, denn es „ist doch abzusehen, dass die damit verbundene Neubaustrecke Ulm-Wendlingen verwirklich werden dürfte. Daraus ergibt sich die einmalige Gelegenheit, den Kreis Göppingen besser an das ÖPNV-Netz der Region anzuschließen und dort Standards zu erreichen, die für die anderen Bereiche der Region längst selbstverständlich sind.“
Angesichts der derzeitigen Entwicklung bei dem Projekt und der Forderung nach neuen Wirtschaftlichkeitsberechnungen „dürfte allerdings schnelles Handeln geboten sein, da davon auszugehen ist, dass die durch die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm freiwerdenden Kapazitäten bei der Deutschen Bahn auch für den Güterfernverkehr genutzt werden sollen und entsprechend bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung eingeplant werden. Der Regionalverband sollte sich
|
|
deshalb hier die größtmögliche Bewegungsfreiheit sichern. Außerdem schafft eine frühzeitige Planung die Möglichkeit, die notwendigen finanziellen Mittel über einen längeren Zeitraum aufzubauen“, so die FDP-Regionalfraktion in ihrem Antrag.
Insgesamt umfasst der Antrag vier Punkte:
1.) Der Verband Region Stuttgart wird beauftragt, zusammen mit der Deutschen Bahn AG unverzüglich zu prüfen, welche Verbesserungen für die Verkehrsanbindung des Kreises Göppingen durch eine Umsetzung des Projektes Stuttgart 21 möglich werden.
2.) Insbesondere ist dabei zu klären, ob eine Verlängerung der S-Bahn bis in den Kreis Göppingen möglich wäre, wenn eine endgültige Entscheidung pro Neubaustrecke gefallen ist.
3.) Möglicherweise freiwerdende Kapazitäten auf der Filstalstrecke sind mit Blick auf diese Möglichkeiten in Gesprächen mit der Deutschen Bahn vorab so zu sichern, dass Verbesserungen auch tatsächlich verwirklicht werden könnten und der Regionalverband in seinen Planungen die größtmögliche Flexibilität hat.
4.) Eine erste Kostenschätzung vorzulegen, in welchen Größenordnungen sich Investitionen im ÖPNV-Bereich für eine verbesserte Anbindung des Kreises Göppingen bewegen würden.
|
|