Fraktion Verband Region Stuttgart
   
 

Ulrich Scholtz

Regionalplan muss Chancen für Wachstum und Arbeitsplätze bieten

Die FDP-Regionalfraktion fordert, dass mit der Fortschreibung in der Region Stuttgart Möglichkeiten für Wachstum, Arbeitsplätze sowie menschen- und familienfreundliches Wohnen geschaffen werden, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrich Scholtz: "Für die Region kommt es drauf an, in den nächsten 20 Jahren Wachstumsregion zu bleiben und ihre jungen Menschen zu halten und möglichst viele Erwerbstätige und junge Familien in diesen Bereich zu locken. Der Wettbewerb insbesondere um junge Familien hat bereits begonnen und wir dürfen uns nicht von anderen Regionen abhängen lassen.

Dabei ist es müßig auf Prognosen zu starren. Bevölkerungsvorausberechnungen beispielweise dürfen nicht als „punktgenaue Vorhersagen“ verstanden werden. Sie geben nur die aktuellen Trends wieder. Es ist Aufgabe der Regionalversammlung mit dem Regionalplan die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung zu setzen. Dafür müssen wir uns aber einig sein, was wir wollen: Abstoppen der regionalen Entwicklung oder einen Wachstumskurs?

Unsere strategischen Eckpunkte sind Wirtschaftswachstum, Wohlstand, Bevölkerungsentwicklung und moderate Nutzung der Natur. Das heißt Flächen für eine Entwicklung bereit zustellen. Dabei müssen sich alle Beteiligten hüten, wie das Kaninchen auf die Schlange auf den so genannten Flächenverbrauch zu starren.

 


 

Fläche wird nicht verbraucht, sie wir nur anders genutzt. Und es kommt darauf an, sie umweltgerecht zu nutzen. Wer zurückschaut, sieht, dass das in einer prosperierenden Region hervorragend gelungen ist: Vor knapp 20 Jahren lag der Anteil der Waldfläche in der Region bei 30,3 Prozent, heute sind es 30,5 Prozent. Der Anteil der landwirtschaftlichen Fläche sank nur leicht, von 47,5 auf 46,2 Prozent. Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche lag vor über 20 Jahren bei 12,3 Prozent, heute bei 13,6 Prozent.

Das sind Daten, die keinen Anlass zur Panik bieten: Das (Reihen)häuschen für die Familie ist ebenso noch drin, wie die Gewerbefläche für sich positiv entwickelnde Firmen. Es darf nur nicht zu einer unseligen Allianz der Verhinderer kommen, die den Regionalplan nutzen, um die Entwicklung abzuwürgen. Diese Gefahr besteht, wenn der Regionalplan zum Korsett wird, in das starr alles gezwängt wird. Unser Ziel ist ein Regionalplan, der wieder mehr als strategische Vorgabe verstanden wird und nicht als Bibel, deren 1.000 und x-Gebote punktgenau einzuhalten sind.

Rede "Die Region braucht einen Optimismusschub" vor der Regionalversammlung