Fraktion Verband Region Stuttgart
   
 

Auf der Suche nach einer Lösung, die Kommunen mehr Spielraum gibt

Begrenzung des Flächenverbrauchs über die Einführung handelbarer Flächenzertifikate: Information und regionale Simulation

Der Nachhaltigkeitsbeirat der Landesregierung schlägt die Einführung handelbarer Flächenzertifikate zur Verringerung des Flächenverbrauchs vor.

Die FDP-Fraktion hält diesen Vorschlag für diskussionswürdig, da die Praxis des Zertifi-katehandels in Bereich der Emissionsrechte (Schwefeldioxyd seit 1995 in den USA, Kohlendioxid seit 2005 in der EU) zu deutlicheren Reduzierungen geführt hat als Rege-lungen über Verbote oder Besteuerungen. Durch den Effekt der „Vorwegabsicherung des Ziels“ (IRIS HOLLAND: Die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme. Ein Vergleich des Instruments der Handelbaren Flächenausweisungsrechte mit dem Instrument des Emissionsrechtehandels, Norderstedt 2006, S.24) hat sich der Zertifikatehandel im Be-reich der Emissionen als effektiv erwiesen.

 

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Der Zertifikatehandel erscheint auch als testwürdiger Ansatz, der das strukturelle Ge-geneinander von Region und Kommunen bei der Diskussion um neue Flächenausweisungen bei jedem einzelnen Flächenutzungsplan auflösen kann. Beim Zertifikatehandel wird der Konflikt nur zu Beginn einer Ausgabeperiode grundsätzlich ausgetragen, im Verlauf einer Periode führen die Kommunen die Verhandlungen untereinander. Die FDP-Regionalfraktion hat daher den Antrag gestellt, die Regionalversammlung soll den Verband Region Stuttgart beauftragen


1. der Regionalversammlung bzw. dem Planungsausschuss über das Konzept handelbarer Flächenzertifikate wie es der Nachhaltigkeitsbeirat der Landesregierung jetzt vorschlägt zu berichten


2. das Gespräch mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe zu suchen, um eine Simulation des Zertifikatehandels durch ein Planspiel innerhalb der Region Stuttgart durchzuführen

 

Kompletter Antrag als pdf