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FDP-Regionalfraktion
erweitert Antrag
S-Bahn-Sicherheit
gegen
Terroranschläge überprüfen
Was ist der Unterschied zwischen Stuttgart
und Paris? "In Paris ordnet der Premierminister eine
Übung in der Metro an, um deren Sicherheit zu überprüfen.
In Stuttgart wird das Thema Sicherheit ausgesprochen
lieblos behandelt", sagt der verkehrspolitische Experte
der FDP-Regionalfraktion, Hans Reinhard Schäfer. Die
FDP hat ihren Antrag vom März 2003, nach einer ersten
Beratung im Verkehrsausschuss jetzt um den Punkt "Schutz
vor Terror" erweitert.
Mehr als 500 Retter, Polizisten und Feuerwehrleute
beteiligten sich an der nächtlichen Übung in der
Metro-Station "Invalides" im Zentrum von Paris.
Damit sollte die Koordinationsfähigkeit der verschiedenen
Rettungs- und Polizeidienste getestet werden. "Beispielhaft",
sagen Hans Reinhard Schäfer und die FDP-Regionalfraktion.
Weniger beispielhaft ist für Hans Reinhard Schäfer
der Umgang mit dem Thema in der Region: "Da sagen ausgerechnet
die Grünen im Verkehrsausschuss, dass die S-Bahn-Sicherheit
nicht in die Zuständigkeit der Region, sondern in die
der Bahn fällt."
Die FDP sieht es anders: "S-Bahn ist Aufgabe der Region,
also ist auch die Sicherheit der Fahrgäste Aufgabe der
Region und wir sind dafür in Deutschland den Vorreiter
in Sachen S-Bahn-Sicherheit zu spielen" (Schäfer).
Der Bahn dieses wichtigen Punkt allein zu überlassen,
sehen weder der Verkehrsexperte der FDP-Regionalfraktion noch
deren Vorsitzender Jürgen Hofer ein: "Uns gibt es
schon zu denken, wenn es in dem von uns angeforderten Bericht
wörtlich heißt: "Für die unterirdischen
Personenverkehrsanlagen wurden zusätzlich Risikoanalysen
durch den TÜV Südwestdeutschland erstellt. Für
diese Stationen sollen Grundlagenermittlung und Vorplanung
bis Ende 2003 abgeschlossen sein". Für die Umsetzung
wird dann noch ein Zeitraum bis 2008 veranschlagt und dazu
sollen die Gelder aus dem Bundesetat kommen, "der wie
jeder weiß, ja nicht gerade vor Überfluss strotzt."
Die FDP-Regionalfraktion will deshalb wissen, was bei den
Risikoanalysen heraus gekommen ist und sie will vor allem
eine Rettungsübung. Jetzt noch erweitert um das Thema
Hilfe bei einem Terroranschlag. Die jüngste Pariser Übung
könne dabei als Modell dienen. Der beste Übungsort
ist nach FDP-Auffassung der Tunnelbereich der S-Bahn und
der Hauptbahnhof, "weil hier die Lage sicher im Ernstfall
am kritischsten ist". Das es gut ist, auch auf das Thema
Terroranschlag vorbereitet zu sein, liest Jürgen Hofer
aus der Ankündigung des französischen Premierminister
Jean-Pierre Raffarin ab: "Der hat zwar gesagt, es gebe
keine wirkliche Gefahr eines Chemieangriffs in Frankreich,
gleichzeitig aber angekündigt, dass im kommenden Jahr
ähnliche Einsätze in 50 französischen Städten
stattfinden sollen."
"Die Region Stuttgart", so Hofer und Schäfer,
"sollte bei der Sicherheit mindestens auf einem Frankreich
vergleichbaren Niveau sein. Dass der Bund Übungen organisiert,
glauben wir nicht. Also müssen wir uns als Region Stuttgart
um die Sicherheit der täglich rund eine Million Fahrgäste
kümmern, die von Marbach, Schorndorf, Backnang, Plochingen,
Herrenberg, Weil der Stadt kommen." Im Optimalfall, so
Hofer und Schäfer, würde an jeder der S-Bahn-Strecken
im nächsten Jahr mindestens eine entsprechende Übung
angesetzt, um die Abstimmung von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften
in der Praxis zu testen. "Noch wichtiger ist es aber,
dass wir eine Übung an den problematischen Knotenpunkten
in der Stadt haben."
Dazu gehöre auch die entsprechende Information der Öffentlichkeit:
"Wer von den S-Bahn-Fahrern weiß denn heute, wie
er sich zu verhalten hat, wenn in der S-Bahn im Tunnel der
Strom ausfällt und der Wagen stehen bleibt? Wir wüssten
es nicht."
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Antrag 25.10.2003
Brandschutz in der
S-Bahn
(Ergänzung zum Antrag vom 13.03.03) und Sicherheit
vor Giftgasanschlägen
Antrag:
1. Über das
"zusätzliche Rettungskonzept für den S-Bahn-Tunnel",
das von der Feuerwehr Stuttgart entwickelt worden ist, berichten
zu lassen.
2. Die am 13.03.03 beantragte
Tunnelrettungsübung so
zu organisieren, dass nicht nur die Erfahrungen aus Zugunglücken
berücksichtigt wird, sondern auch Sicherheit gegen terroristische
Anschläge, insbesondere gegen Giftgasattacken berücksichtigt
wird. Bei der Vorbereitung dieser Übung soll der Verband
Region Stuttgart auf die Erfahrung französischer Experten
zurückgreifen, die am 23. Oktober 2003 eine entsprechende
Übung durchgeführt haben, die nach Angaben der französischen
Regierung in ähnlicher Form in weiteren 50 französischen
Städten stattfinden soll.
Begründung:
Die bisherige Behandlung des Themas S-Bahn-Sicherheit in
der Region
ist aus Sicht der
FDP-Regionalfraktion unbefriedigend. Insbesondere kann es
aus Sicht der Fraktion für die Information der Öffentlichkeit
nicht ausreichen, wenn in der Sitzungsvorlage 172/2003 zwar
generalisierend von Verbesserungen und notwendigen Maßnahmen
die Rede ist, deren Umsetzung ist bis Ende 2008 geplant ist.
Auch die Informationen über das von der Feuerwehr Stuttgart
entwickelte zusätzliche Rettungskonzept für den
S-Bahntunnel sind nur spärlich. In beiden Fällen
sind zusätzliche und umfassende Informationen notwendig.
Vor allem aber ist
es notwendig den
Ist-Zustand der Einsatzpläne und Rettungsmöglichkeiten
in einer entsprechenden Übung zu überprüfen.
Wie eine solche Übung aussehen kann, hat jetzt die französische
Regierung in der Hauptstadt Paris vorgeführt. Bei dieser
Übung ist auch der Eventualfall eines terroristischen
Anschlages mit berücksichtigt worden. besonders bemerkenswert
ist dabei, dass in Frankreich diese Übung in 50 Städten
wiederholt werden soll, was die Notwendigkeit dieser Art der
Vorsorge unterstreicht. In der Region Stuttgart fällt
es in die Zuständigkeit der Region für solche Vorfälle
Vorsorge zu treffen. Dazu sollte die Region auch überprüfen,
wie weit sich die französischen Planungen und Erfahrungen
aus der ersten Übung in Paris auch in der Region Stuttgart
anwenden und umsetzen lassen.
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