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Für
einen Regionalkreis ist die Zeit heute noch nicht reif
Wir haben es schon einmal erlebt: eine Kreis- und Kommunalreform,
bei der aus kleinen Gemeinden größere Einheiten geschaffen
wurden. Nicht jeder Zusam-menschluß war glücklich, trotzdem
hat sich unterm Strich die neugeschaffene Struktur bewährt.
Das ist aber kein Argument dafür, nach noch mehr Konzentration
und Zentralisierung zu rufen. Für einen Regionalkreis ist
die Zeit heute noch nicht reif. Denn das würde eine Verwaltungsreform
voraussetzen, in der als erster Schritt das Regierungspräsidium
abzuschaffen wäre. Erst wenn dieser Forderung der FDP erfüllt
ist, läßt sich über eine Neuorganisation der kommunalen Strukturen
reden. Eine vierte Verwaltungsebene einzuziehen, ist keine
Stärkung der Region.
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Ein Großkreis Stuttgart auf dieser Basis würde den Wünschen
der Menschen nicht mehr gerecht. Demokratische Einflußnahme
muß dort möglich sein, wo sich die Entscheidungen auswirken.
Deswegen ist der Dreiklang Rathaus, Landratsamt, Region ein
guter Dreiklang. Die beste Entscheidung ist immer die, die
in Kenntnis um die örtlichen Umstände gefällt wird. Deswegen
ist die Verlagerung von Kompetenzen von oben nach unten wichtig.
Soviel wie möglich muß von dort zu den Kommunen, danach zu
den Kreisen, dann zur Region verlagert werden. Das ist das
Ziel liberaler Politik.
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