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Pilotprojekt
Elektronische Anbietergemeinschaft für kleine und mittlere
Unternehmen (E-Vendor)
Antrag:
Der Verband Region Stuttgart stellt in Ergänzung zu unserem
Antrag vom 01.07.2002 für das dort beschriebene Projekt
im Haushaltsplan eine erste Tranche von 50.000 Euro zur Finanzierung
der notwendigen Vorunter-suchungen, der Konzeption und der
ersten Arbeiten bereit.
Auf der Basis dieses Etatansatzes wird der Verband Region
Stuttgart beauftragt, (wie schon am 01.07.02 beantragt) das
Pilotprojekt "Einkaufsgemeinschaft" für den
zentralen Einkauf durch Kommunen durch ein Pilotprojekt "Bietergemeinschaft"
für KMU zu ergänzen. In diesem Pilotprojekt sollen
die Voraussetzungen und Strukturen geschaffen werden, dass
lokale Anbieter aus dem Bereich der kleinen und mittleren
Unternehmen in der Lage sind, die Anforderungen zu erfüllen,
die sich ihnen durch Zusammenschlüsse von Kommunen zu
Einkaufsge-meinschaften stellen. Insbesondere ist die elektronische
und logistische Infrastruktur mit dem Ziel zu entwickeln,
in den Kommunen die Existenz lokaler Arbeitsplätze und
Gewerbesteuer-zahler auch im Zeitalter globaler
Angebotsvernetzung zu sichern. Die Abwicklung des Pilotprojektes
soll dem Kompetenzzentrum KIND übertragen werden.
Begründung:
Durch das öffentliche Echo auf die ersten Schritte in
Richtung E-Procurement durch den Verband hat sich bereits
gezeigt, dass die Schaffung von Einkaufsgemein-schaften die
Gefahr der Zerstörung lokaler Strukturen mit sich bringt,
wenn nicht parallel die Firmen in die Lage versetzt werden,
sich auf diese neue Situation einzustellen. Die zentrale Beschaffung
von Produkten und Dienstleistungen darf nicht dazu führen,
dass Aufträge nur noch an große, überörtlich
angesiedelte Anbieter gehen.
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Nach der Presseerklärung des Verbandes vom 10.04.2002
ist es das Ziel des Verbandes "größere Auftragsvolumina
zu erhalten und dementsprechend günstigere Konditionen".
Die zentrale Beschaffungsgemeinschaft, mit der dieses Ziel
verfolgt wird, kann aber nur dann ohne negative Folgen für
den lokalen Handel funktionieren, wenn gleichzeitig Angebotsgemeinschaften
aufgebaut werden. Das muss dann so funktionieren, dass diese
Angebots-gemeinschaften beispielsweise aus lokalen Unternehmen
bestehen, die in der heute üblichen Form ihre Rathäuser
und Kommunen beliefern, im Einkauf als Gemeinschaft aber gegenüber
den Herstellern und dem Großhandel bessere Konditionen
herausholen können, die sie an die Kommunen weitergeben
können. Den lokalen Gewerbetreibenden die Chance zu eröffnen,
sich an großen Ausschreibungen zentral zu beteiligen,
aber dennoch ihre Selbstständigkeit bewahren zu können,
ist eine zentrale Aufgabe der Wirtschaftsförderung der
Region Stuttgart.
Von seiner Zielrichtung her, wäre das Kompetenzzentrum
KIND der optimale Partner für die Umsetzung eines solchen
Projektes, da es bereits eigene Aktivitäten in dieser
Richtung betreibt. Dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass
Projektmittel in der Region zu streuen sind und die Region
Marktplatz Stuttgart GmbH bereits mit der Umsetzung der Einkaufsplattform
für Kommunen beauftragt worden ist.
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