Fraktion Verband Region Stuttgart
   
 

Energiebilanz und eine Energieprognose bis 2020 soll kommen

Die Region braucht ein Konzept für den Einsatz von Biogasanlagen als Energierzeuger

 

Die FDP-Regionalfraktion hat den Antrag gestellt, dass der Verband Region Stuttgart im Zuge der laufenden Regionalplanung eine Energiebilanz für die Region Stuttgart und eine Prognose für die Zeit bis 2020 vorlegt.

Dabei soll dargelegt werden, welchen Stellenwert Biogasanlagen haben und welche Rolle sie aus Sicht des Verbandes bei der Erfüllung des derzeitigen und des prognostizierten Energiebedarfs spielen werden.

Außerdem wurde beantragt, ein Konzept mit Eckwerten und Rahmendaten vorzulegen, das es allen Beteiligten erleichtert, die Genehmigungsfähigkeit von Biogasanlagen zu beurteilen.

Insbesondere soll dieses Konzept Aufschluss über die regionalplanerischen Absichten des Verbandes geben, wonach aus regionalplanerischer Sicht anzustreben sei, dass Biogasanlagen „unter Zuordnung zu bereits vorhandenen Gebäuden landschafts- und freiraumschonend zusammenzufassen (sind), um einer Zerschneidung und Zersiedelung regionalplanerischer Freiraumelemente entgegenzuwirken“, wie der Verband selber sagt.

Biogasanlagen stellen aus Sicht der FDP-Regionalfraktion in den nächsten Jahren ein Element der Energieversorgung der Region dar, das es zu fördern und auszubauen gilt. Nach den momentan beim



 

Statistischen Landesamt vorliegenden Daten über den Energieverbrauch der Industrie in der Region dominiert derzeit noch der Erdgasverbrauch mit rund 16.000 Terajoule und der Stromverbrauch mit über 21.000 Terajoule. Erneuerbare Energien spielen mit 29 Terajoule im Kreis Böblingen und 8 Terajoule im Kreis Göppingen eine vollkommen untergeordnete Rolle.

Allerdings ist auch festzustellen, dass die Antragstellung für Biogasanlagen oft mit Konflikten verbunden ist, wie am Beispiel verschiedener aktueller Projekte ersichtlich ist. Dies hängt mit den Maßstäben zusammen, die die Region an die Genehmigungsfähigkeit solcher Anlagen anlegt. Da der VRS aber selber davon ausgeht, dass die Antragstellung für strittige Anlagen zunehmen wird, scheint es der FDP-Fraktion angebracht, die derzeit gültigen Rahmenbedingungen rechtzeitig zu überprüfen und die Flexibilität bei der Genehmigung von Biogasanlagen zu erhöhen.